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Unbenannt

Eines der bedeutsamsten Geschenke, die eine gütige Natur dem Menschengeschlecht in den Schoß warf, ist der Gebrauch des Feuers. Dass die Kenntnis des Feuers für kulturelle Entwicklung der Menschheit von größter Bedeutung werden musste, ist ohne weiteres klar. Was würde die Menschheit wohl dazu sagen, wenn wir den Gebrauch des Feuers missen sollten. Was wir dem Feuer danken, das ist in kurzen, dürren Worten gar nicht aufzuzählen. Unser ganzes Leben sammelt sich um des Lichtes geselliger Flammen. Aber es ist ein eigenes Ding. Im Vertrauen auf die Ihr innewohnende Kraft tritt sie uns rücksichtslos und brutal gegenüber, alles vernichtend, was ihr entgegentritt. Diese tückische Carakterseite hat den Menschen allmählich vorsichtig gemacht. Er sucht sich zum Kampf zu wappnen, ohne jedoch besonderen Erfolg dabei zu haben.

Die ihnen zu Gebote stehenden Hilfsmittel waren tatsächlich zu minderwertig, als dass sie einer Naturgewalt wie dem Feuer einen ernsten Widerstand hätten leisten können. Selbst heute noch stehen wir großen Naturkatastrophen, wie ausgedehnten Wald- oder Flächenbränden, teilweise machtlos gegenüber, trotz umfangreich vorhandener Technik.

Seit der Zeit, als die Menschen lernten, sich das Feuer nutzbar zu machen, mussten sie, bedingt durch die immer dichter werdende Besiedlung in Stadt und Land, auch Wege und Mittel finden, sich vor der zerstörenden Wirkung vor Bränden zu schützen. Es wurden Feuerlöschordnungen erlassen, welche in den wesentlichen Punkten den ordnungsgemäßen Umgang mit Feuer und Licht enthielten. So musste in jedem Grundstück eine angemessene Anzahl von Löscheimern, Einreißhaken und Leitern vorhanden sein. Aber den wesentlichen Punkt beachtete man kaum!

Die Gassen wurden zu eng gebaut und keine Brandabschnitte beachtet, zumal die Häuserreihen keine Brandgiebel aufzuweisen hatten. Hinzu kam die Bauweise der Häuser. Vorwiegend wurde Holz verwendet, die Dächer mit Stroh oder Schindeln gedeckt. Das Feuer brannte vielmals auf offenem Herd und besaß nur einen primitiven Rauchabzug. Die Hausböden waren mit viel Brennmaterial, aber auch mit Futtervorräten für die Viehhaltung, für den langen und harten Winter gefüllt. War ein Brand ausgebrochen, so fehlte es oft an den einfachen Mitteln zu dessen Bekämpfung.